Centrum für Affektive Neurowissenschaften (CAN) in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Der Arbeitsbereich Affektive Neurowissenschaften hat das Ziel, Emotionen besser zu verstehen und alternative Wege zur Therapie von  affektiven Störungen zu entwickeln.

Unser Interesse gilt der Erforschung menschlicher Emotionen. Im Speziellen untersuchen wir, welchen Einfluss Emotionen auf unser Gedächtnis haben,  wie wir Emotionen regulieren und ob und wie sich Emotionen und Gedächtnis durch elektromagnetische Felder, Licht, Meditationstechniken oder chemisch beeinflussen lassen.

Die gewonnenen Erkenntnisse setzen wir dann in der Klinik ein und überprüfen ihre Wirksamkeit in der Behandlung von Patienten mit Depressionen und anderen emotionalen Störungen.

Dabei versuchen wir, eine möglichst breite Perspektive einzunehmen, die klinische und neurowissenschaftliche Perspektiven genauso berücksichtigt wie individuelle und kulturelle Faktoren.

Emotionen verstehen und Depressionen behandeln

Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Untersuchung der Beeinflussbarkeit menschlicher Emotionen.

Die Untersuchungen erfolgen zum Einen bei gesunden Probanden und zum anderen als therapeutische Intervention. Hier stehen therapieresistente Patienten im Vordergrund.

Moderne antidepressive Behandlungsstrategien konzentrieren sich heutzutage auf eine Kombination aus psychopharmakologischen und verhaltenstherapeutischen Interventionen, mit denen ein Großteil der Depressionen ausreichend gut behandelt werden kann.

Allerdings spricht ein relevanter Anteil an Patienten mit meistens schweren Depressionen nicht auf diese Verfahren an oder weist unerwünschte Wirkungen auf: Genau für diese Gruppe depressiver Patienten bieten antidepressive Stimulationsverfahren eine notwendige Alternative.

Unser Ziel ist es, schon bestehende Behandlungsverfahren zu optimieren und neuartige Stimulationsverfahren zu entwickeln und zu erproben. Diese gehören entweder zur klinischen Routinebehandlung oder werden im Studienrahmen angeboten.

Zu den angebotenen Verfahren gehören die Elektrokonvulsionstherapie (EKT), die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) sowie die Behandlung mit Ketamin. Interessierte Patienten können sich gern über die unten angegebenen Kontaktdaten an uns wenden.